Die Regenwassernutzung ist eine sinnvolle ökologische Ergänzung zum Blockhaus in diesem Baustil. Da eine relativ große Dachfläche verfügbar ist, ist die 10.000 Liter Zisterne fast immer voll und ein ganzjähriger Betrieb der Waschmaschine sowie der beiden Toiletten im Haus ohne Probleme möglich. Natürlich bewässern wir unseren Garten oder Reinigen unsere Sportschuhe oder unsere Gartengeräte mit Regenwasser.
Das Prinzip ist sehr einfach: das Regenwasser wird über die Regenrinne und die Fallrohre in eine Zuführung über einen Grobfilter in die Zisterne geleitet; mit einer Regenwassernutzungsanlage (Pumpe und Steuerung) wird das Regenwasser über verschiedene weitere Filter der Waschmaschine sowie den Toilettenspülungen zugeführt; über einen Außenanschluss ist die sonstige Regenwassernutzung sichergestellt.
Wir haben so in den ersten beiden Jahren etwas 40 % unseres Frischwasserverbrauches gegenüber früher reduzieren können. Leider muss man für die in die Waschmaschine und die Toiletten eingeleitete und gebrauchte Menge Regenwasser Abwassergebühren zahlen, da diese Mengen in das normale Abwassersystem abgeleitet werden.
Der Überlauf der Zisterne ist mit einer Rigolenversickerung auf dem Grundstück verbunden. Das überschüssige Wasser versickert so im Boden. Ein nicht ganz unwichtiger Faktor je nach Berechnung der Abwassergebühren einer Kommune.
Eine bundeseinheitliche Förderung für Regenwassernutzung gibt es nicht. Daher muss jeweils im Einzelfall eine Prüfung erfolgen. Wir haben seinerzeit einen direkten Zuschuss zu unserer Anlage erhalten, die etwa 40% der Gesamtkosten gedeckt hat. Eine Amortisation der restlichen Kosten ist bei derzeitigen Frischwasserpreisen in etwa 12 Jahren erreicht.
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