FAQ

Merkpunkte Bauen
(PDF-Dokument mit Fragen und Aspekten zum Thema „Neubau“)


Wie steht es um die Haltbarkeit von Holz in unseren Klimabreiten?

Was für Arten von Dämmung werden verwendet?

Welche Vorteile bietet ein Blockhaus für Allergiker und Asthmatiker?

Was bringt ein Niedrigenergie- oder Passivhaus?

Wird das Holz knapp in der Zukunft?

Ist ein Holzhaus besonders hellhörig?

Wie steht es um die Haltbarkeit von Holz in unseren Klimabreiten?
Nicht von ungefähr gibt es in den nordischen Breiten die längsten Erfahrungen mit Blockhäusern und Holzhäusern jedweder Bauart. Traditionell werden in Norwegen oder Finnland, Kanada aber auch in Japan Holzhäuser gebaut. Holzhäuser haben eine lange Lebensdauer, wenn die richtigen Materialien zum richtigen Zweck eingesetzt werden. Je nach Auswahl des Materials ergibt sich auch der Pflegeaufwand z.B. Streichen mit Holzschutz der besonders belasteten Hausseiten i.d.R. Süden (erhöhte Sonneneinstrahlungen) und Westen (Wetterfront mit erhöhten Niederschlagsmengen). Generelle Aussagen zu den Pflegeintervallen sind kaum möglich, da die wesentlichen Einflussgrößen das jeweilige lokale Wetter sowie das jeweils verwendete Oberflächenmaterial (z.B. behandelt, unbehandelt) sind. Unser Haus ist mit Holzschutzlasur behandelt, die auch gegen eventuelle Schädlinge schützt.


Was für Arten von Dämmung werden verwendet?
Als wärmedämmendes Material hat Holz an sich bereits eine lange Tradition. Man denke nur an alte Kessel oder Bügeleisen, deren Handgriffe mit Holz verkleidet waren. Diese thermischen Eigenschaften von Holz können durch eine kombinierte Bauweise mit Blockbohlen und Faserplatten/ - matten (Zellulosematten oder sogar Papier) optimal genutzt werden. Bei der Verwendung der passenden Materialien lassen sich extrem gute Dämmwerte erreichen. Das in unserem Fall verwendete System von EKOREX bieten mehrere Möglichkeiten einer kombinierten Verwendung von verschiedenen aus Holz und Holzfasern hergestellten Materialien.


Welche Vorteile bietet ein Blockhaus für Allergiker und Asthmatiker?
Die Qualität der Raumluft ist für die Gesundheit und das Wohlbefinden des Menschen von großer Bedeutung. Besonders für Allergiker und Asthmatiker spielt dies eine wichtige Rolle. Unser kunststofffreies EKOREX-Blockhaus atmet, da es diffusionsoffen gebaut ist. So wird ein natürlicher Luftaustausch gewährleistet. Die Räume halten konstant die optimale Luftfeuchtigkeit, da die Blockbohlen und die verwendete Zellulosedämmung Feuchtigkeit binden und wieder an die Raumluft abgeben. Die von uns verwendete EKOREX – Konstruktion wurde mit dem Allergiesymbol des finnischen Allergie- und Asthmaverbands ausgezeichnet.


Was bringt ein Niedrigenergie- oder Passivhaus?
Richtig konzipiert können bei diesen Objekten zwischen 40 und 85% Energie gegenüber herkömmlichen Bauweisen eingespart werden. Zwar muss man anfänglich etwas mehr investieren z.B. in die Dämmtechnik, die verwendete Heiztechnik oder auch die Art der Fenster. Diese Kosten hat man jedoch innerhalb einer Periode von 10 bis 15 Jahren wieder raus. Da normale Baufinanzierungen zumeist auf 20 bis 25 Jahre ausgelegt sind, bringt dies bereits innerhalb eines solchen Betrachtungszeitraumes Entlastung. Je nach Typ des Hauses können zudem unterschiedliche Fördermöglichkeiten in Anspruch genommen werden. Üblich sind besonders zinsgünstige Darlehn oder Direktzahlungen für definierte Maßnahmen / Anlagen. Zinsvorteile und Auszahlungsbeträge können sich unter dem Strich leicht zu mehreren 1.000 € aufsummieren.

Zu diesen echten wirtschaftlichen Vorteilen, kommen natürlich die aktiven Beiträge zu Klima- und Umweltschutz hinzu. Dies macht vor dem Hintergrund der Einführung des Energiepasses für Häuser doppelt Sinn in Bezug auf die langfristige Wertsteigerung eines Objektes.

Das Alles ist zu sehen vor dem Hintergrund der Preisentwicklung bei fossilen Brennstoffen:
der Ölpreis ist von 1965 (Barrelpreis: ca. 9 US$) bis 2005 (Barrelpreis: > 60 US$) um durchschnittlich über 5% pro Jahr gestiegen und wird sicherlich als endliche Energiequelle zukünftig unabhängig von periodischen Schwankungen tendenziell weiter steigen.


Wird das Holz knapp in der Zukunft?
Laut offiziellen Aussagen der Forstwirtschaft werden seit einigen Jahrzehnten in Deutschland mit seinen ca. 3,4 Milliarden Kubikmetern Holzvorrat in seinen Wäldern etwa 30 % weniger Holzmengen verbraucht als neu nachwächst. Es sind folglich über einen langen Zeitraum Reserven entstanden bzw. entstehen noch, auf die man bei erhöhtem Mengenbedarf zukünftig zurückgreifen kann. Insgesamt folgt man dem Prinzip der Nachhaltigkeit: es wird also weniger verbraucht als nachwächst. Vor diesem Hintergrund ist nicht zu erwarten, dass Holz sowohl als Baustoff wie auch als Brennstoff wirklich knapp und somit selbst bei möglichen Spekulationseffekten unverhältnismäßig teuer wird.


Ist ein Holzhaus besonders hellhörig?

Die Dämmung von Trittschall bei mehrstöckigen Holzhäusern erfolgt mit unterschiedlichen Materialien und Bauweisen. Verwendet werden neben Holzfaserplatten insbesondere weiche Füllmaterialien, die letztlich auch zur Wärmedämmung eingesetzt werden. Die Geräuschdämmung zwischen den einzelnen Räumen kann durch die Nutzung von Ständerwänden, in die ebenfalls eine Dämmschicht eingelegt wird, erfolgen.